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Zeitraum Titel
1365-03-12 Herzog Rudolf IV. von Habsburg unterfertigt mit seinen Brüdern Albrecht III. und Leopold III. am 12. März 1365 die Gründungsurkunde der Universität Wien.
1365-06-18 Papst Urban V. bestätigt die Gründung mit Ausnahme der Theologischen Fakultät, 18. Juni 1365.
1366 Gliederung der Universitätsangehörigen in vier „Akademische Nationen“
1366 Erste Dotation: Einkünfte der Pfarre Laa an der Thaya.
1384 Gründung der Theologischen Fakultät, unter den Professoren Heinrich von Langenstein (zuvor bis 1382 an der Universität Paris).
1384 Stiftung des Herzoglichen Kollegs (Collegium ducale).
1384 Herzog Albrecht III. reformiert und erweitert die Universität.
1385 Eröffnung des ersten Wiener Universitätsgebäudes, des „Herzogskollegs“, Collegium ducale (heute etwa Postgasse 7–9).
1385 Gründung des Collegium iuristarum (auch „Juristenschule“, Schulerstraße 14).
1385 Autonomer Beschluß der Universitäts-Statuten.
1389 Autonomer Beschluß der Fakultäts-Statuten.
1396 Zuweisung von 800 Pfund Pfennigen „ewiger Gült“ aus der Maut zu Ybbs an der Donau als Jahresdotation für die Universität Wien
1404 Galeazzo di Santa Sofia aus Padua führt die erste anatomische Demonstration nördlich der Alpen durch
1419 Stiftung des „Hauses der Ärzte“ (Weihburggasse 10) durch Magister Niklas von Hebersdorf.
1425-07-15 Eröffnung des ältesten Aulagebäudes, der sogenannten „Nova structura“ (heute etwa Bäckerstraße 13 und 20).
1445 Der italienische Humanis Aeneas Silvius Piccolomini (1458–1464 Papst Pius II.) propagiert die Lehre der antiken Autoren bei seiner Disputation in der Aula der Universität
1492 Studentenspital und Universitätsbibliothek erhalten ein eigenes Gebäude: die alte „Liberey“
1497 Berufung des Humanisten Konrad Celtis an die Universität Wien.
1501-10-31 Maximilian I. stiftet das „Collegium poetarum“ als humanistisches Gelehrtenkolleg und betraut den „Erzhumanisten“ Konrad Celtis mit der Leitung des Instituts und der Durchführung von Dichterkrönungen.
1514 „Bellum Latinum“ – Studentenaufstand und anschließender Auszug von angeblich 800 Wiener Studenten.
1533 Erstes Ferdinandeisches Reformgesetz für die Universität
1537 „Neue Ordnung und Reformation“ der Universität durch Ferdinand I.
1554-01-01 Ferdinand I. führt mit seiner „Reformatio nova“ besoldete Ordinarien an allen Fakultäten ein und verstärkt die landesfürstliche Kontrolle der Universität bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Absicherung.
1558 Den Jesuiten werden zwei theologische Lehrkanzeln übertragen.
1578 Kaiser Rudolf II. setzt den protestantischen Rektor Johann Bapt. Schwarzenthaler ab
1579 Melchior Khlesl wird Kanzler der Universität und fordert das römisch-katholische Glaubensbekenntnis von allen Absolventen.
1623 Kaiser Ferdinand II. verfügt in seiner „Sanctio pragmatica“ die Übernahme der Theologischen und Philosophischen Fakultät durch die Jesuiten.
1624-08-01 Grundsteinlegung zum Neubau des Akademischen Kollegs (Jesuitenkolleg) durch Ferdinand II.
1631 Weihe der Wiener Universitätskirche (Jesuitenkirche, Hl. Ignatius und Franz Xaver)
1649 Kaiser Ferdinand III. führt den „Immaculata“-Eid für Rektoren, Professoren und Graduanden ein.