Rosenfeld, Viktor

25.08.1908

geb. Wien, Österreich

Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden („Wenn Namen leuchten“, Iris Andr…

Viktor Rosenfeld

Ehrung Titel Fakultät Datierung
Denkmal „Vertriebene Historiker*innen“ Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät 2022

Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden („Wenn Namen leuchten“, Iris Andr…
Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden („Wenn Namen leuchten“, Iris Andraschek, 2022)

Geschichte

Viktor Rosenfeld, geboren am 25. August 1908 in Wien/Österreich-Ungarn (heimatberechtigt in Wien, Staatsbürgerschaft 1938: Österreich), Sohn von Julius Rosenfeld (Beamter der Israelitischen Kultusgemeinde, Matrikenführer) und Clara Rosenfeld, geborene Bermann, wohnte in Wien 2., Czerningasse 15/17, und hatte am 21. März 1934 am Bundesrealgymnasium XIV (Wien 14., Ortnergasse 4) die Reifeprüfung (Matura) abgelegt; er begann im Sommersemester 1934, an der Universität Wien zu studieren und belegte Lehrveranstaltungen in Geschichte, Philosophie, Psychologie und Germanistik. Er war zuletzt im Wintersemester 1937/38 im 8. und letzten Studiensemester an der Philosophischen Fakultät inskribiert.

Er befand sich bereits im Prüfungsstadium, hatte sich am 22. November 1937 zu den Abschlussprüfungen (Rigorosen) angemeldet und trat am 15. Dezember 1937 zum einstündigen Rigorosum (Philosophicum) an, wurde jedoch auf drei Monate reprobiert. In diese Zeit fiel jedoch der „Anschluss“. Am 23. Februar 1938 wurde ihm noch das Absolutorium ausgestellt; nach der Machtergreifung des Nationalsozialismus wurde er aber aus rassistischen Gründen nicht
mehr zur Abgabe der Dissertation und zu den Rigorosen zugelassen, musste sein fast vollendetes Studium abbrechen und die Universität Wien verlassen.

Über das weitere Leben von Viktor Rosenfeld ist bisher wenig bekannt.

Ehrung

Seit 2009 wird an ihn im "Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938" erinnert (online).

Seit 2022 findet sich sein Name auch auf dem "Wenn Namen leuchten | Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden der Universität Wien", im ersten Stock des Hauptgebäudes der Universität.

Archiv der Universität Wien / Nationale PHIL 1937–1938, Rigorosenakt und -protokoll PHIL 13966

Autor*innen

Herbert Posch

Zuletzt aktualisiert

24.09.2026

Versionierter Zitationslink

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Literatur und gedruckte Quellen

Herbert Posch, Martina Fuchs, Wenn Namen leuchten. Von der Universität Wien 1938 bis 1945 vertriebene Geschichte-Studierende und -Lehrende: ein Denkmal. Austria:Forschung und Wissenschaft:Geschichte (Wien, Münster 2022).
Herbert Posch, Doris Ingrisch, Gert Dressel, „Anschluß“ und Ausschluss 1938. Vertriebene und verbliebene Studierende der Universität Wien. Emigration-Exil-Kontinuität. Schriften zur zeitgeschichtlichen Kultur- und Wissenschaftsforschung (Münster Wien Berlin 2008).