Entdecken Sie die Geschichte der Universität Wien: Über 650 Jahre Wissen, Wandel und Menschen, die die Universität geprägt haben – verortet in Themen, Bildern und Orten.
Am 31. Oktober 1501 unterzeichnete Kaiser Maximilian I. das Diplom zur Begründung des „Collegium Poetarum et Mathematicorum“.
Die Einrichtung des außerhalb der tradierten Fakultätsstrukturen stehenden Kollegs erfolgte auf Initiative des Konrad Celtis, um die Etablierung der humanistischen Fächer trotz universitärer Vorbehalte sicherzustellen. Die Absolventen des Poetenkollegs erlangten nicht den üblichen Magister- oder Doktorgrad, sondern wurden mit dem Dichterlorbeer gekrönt. Diese höchste Humanistenwürde berechtigte u.a. zur Lehre an den Artistenfakultäten des Reiches. Für die Kollegiaten wurden vier vom Landesfürsten besoldete Lehrkanzeln eingerichtet (Poetik, Rhetorik, Mathematik, Astronomie). Die von Celtis angestrebte Institutionalisierung humanistischer Lehrinhalte erfolgte erst im Zuge der Universitätsreformen Ferdinands I.
Zahlen und Fakten