Eingang zum Mathematischen Seminar, Boltzmanngasse. – Hier fanden die Sitzungen des Wiener Kreises statt.

Der „Wiener Kreis“

1924–1936

Der „Wiener Kreis“ war eine außergewöhnliche Gruppe von Philosophen, Mathematikern, Natur- und Geisteswissenschaftern, die sich von 1924 bis 1936 regelmäßig trafen, um eine wissenschaftliche Weltauffassung zu entwickeln und zu verbreiten. Diese suchten naturwissenschaftliche mit philosophischen Fragestellungen zu einer neuen, professionell eigenständigen Wissenschaftstheorie zu verbinden. Wien war im deutschsprachigen Raum zu ihrem Mittelpunkt geworden, da etwa mit Rudolf Carnap und Moritz Schlick, welcher als einer der ersten die eminente philosophische Bedeutung der Einstein‘schen Relativitätstheorie erkannt hatte, auch einige ihrer bedeutendsten Vertreter aus Deutschland dort seit 1922 bzw. 1925 lehrten. Die in Wien versammelten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den Bereichen der Philosophie, Logik, Mathematik, Natur- und Sozialwissenschaften repräsentieren aus heutiger Rückschau eine der international wohl bedeutendsten philosophischen Strömungen im 20. Jahrhundert.

Eingang zum Mathematischen Seminar, Boltzmanngasse. – Hier fanden die Sitzungen des Wiener Kreises statt.
Eingang zum Mathematischen Seminar, Boltzmanngasse. – Hier fanden die Sitzungen des Wiener Kreises statt.
Der Wiener Kreis: Manifest „Wissenschaftliche Weltauffassung“, September 1929
Der Wiener Kreis: Manifest „Wissenschaftliche Weltauffassung“, September 1929
Moritz Schlick, Begründer des „Wiener Kreises“
Moritz Schlick, Begründer des „Wiener Kreises“
Mord an Moritz Schlick: Gerichtskommission bei der Tatortbegehung, in der Mitte der Mörder Hans Nelböck
Mord an Moritz Schlick: Gerichtskommission bei der Tatortbegehung, in der Mitte der Mörder Hans Nelböck
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06.12.2023 - 23:12 von katharina kniefacz

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