Physik in Wien im 19. Jahrhundert
Die Ausdifferenzierung der Naturwissenschaften
1850 bis 1910: Keine andere Periode der Physik in Wien kennt eine ähnliche Dichte herausragender physikalischer Forschung und bedeutender LehrerInnen und WissenschaftlerInnen. In einem desolaten Miethaus lehrten Ludwig Boltzmann und Franz Exner und dort studierten zwei spätere Nobelpreisträger der Physik – Victor F. Hess und Erwin Schrödinger und eine Frau, die diese Anerkennung nicht erhielt, Lise Meitner. Physik in Österreich wird in der wissenschaftlichen Welt mit Forschungsleistungen des 19. Jahrhunderts identifiziert. Die Thun-Hohenstein’sche Reform von 1850 schuf die Voraussetzungen für ein Aufblühen der Naturwissenschaften. Mit der Berufung Christian Dopplers als Direktor eines neuen Instituts 1850 wurde ein erster Schritt gesetzt, die es einer jungen Generation ermöglichte, die Provinzialität zu überwinden und an die internationalen Entwicklungen anzuschließen. Mechanik, Thermodynamik, statistische Physik, Elektrodynamik, Kristallphysik, Farbenlehre und ab 1900 die Radioaktivitätsforschung sind mit Forschungen aus Wien und mit den Namen Doppler, Stefan, Loschmidt, Lang, Boltzmann, Exner, Meyer und Hasenöhrl verbunden.
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| 05.03.2024 - 21:28 von katharina kniefacz | Aktuelle Revision |
| 05.03.2024 - 21:28 von katharina kniefacz |