Matrikeleinträge 1421 mit drei böhmischen Groschen

Studienkosten im Mittelalter und Früher Neuzeit

15.–16. Jahrhundert

„Freie Bildung“, „gegen Studiengebühren“, „keine soziale Selektion“ und ähnliche Forderungen werden in der – einmal mehr, einmal weniger heftig geführten – öffentlichen Auseinandersetzung über die Universitäten und v.a. ihre Finanzierung immer wieder vorgebracht. Oft wird dabei auch auf die Vergangenheit verwiesen, in der es keine finanziellen Zugangsbeschränkungen an den Universitäten gegeben haben soll und deshalb ein Studium auch für „Arme“ möglich war.
Wie sah es mit dieser Offenheit der Universität in Wien aus? Die mittelalterlichen Universitätsstatuten sahen zwar keine Einschränkungen in Hinblick auf die finanzielle Lage der Studenten vor und boten Armen sogar teilweise Gebührenbefreiung. Ein Überblick über die während des Studiums anfallenden Kosten zeigt, dass die Befreiungen eine gewisse Erleichterung darstellten, aber immer noch eine enorme finanzielle Belastung bedeuteten. Aus dem Vergleich mit zeitgenössischen Lohnangaben ergibt sich, dass eine universitäre Ausbildung trotz der erwähnten Befreiungen für Personen mit niedrigen Einkommen kaum leistbar war.

Matrikeleinträge 1421 mit drei böhmischen Groschen
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11.10.2024 - 11:05 von katharina kniefacz

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