| 1945 |
Kurzfristig dient Hauptgebäude Roter Armee als Verbandsplatz, Kaserne und Pferdestall |
| 1945 |
Entlassung aller reichsdeutschen Professor*innen, Entlassung/Beurlaubung der nationalsozialistischen Professor*innen |
| 1945 |
Einrichtung des „Quadripartite Committee on Educational Affairs“ (ab 1947: „Educational Directorate“) |
| 1945 |
Verordnung über den Erwerb, die Führung und den Verlust inländischer akademischer Grade (StGBl. Nr. 78 vom 9. Juli 1945) _ 1950 ersetzt durch ÖH-Gesetz |
| 1945-04-04 |
Prof. Jörn Lange erschießt die Assistenten Kurt Horeischy und Hans Vollmar von der Widerstandsgruppe am Chemischen Institut, als sie ihn hindern wollen, ein wertvolles Elektronenmikroskop kurz vor Eintreffen der Roten Armee zu zerstören |
| 1945-05-29 |
Wiedereröffnung der Universität Wien am 29. Mai 1945 |
| 1945-09-03 |
Gründung der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) durch katholische, sozialistische und kommunistische Studierende in Wien per Verordnung des Unterrichtsstaatsamtes (StGBl. Nr. 170 vom 3. September 1945) |
| 1946 |
erste ÖH-Wahlen: 75% ÖVP-nahe Union österreichischer Akademiker FÖST, 21,7% VSStÖ, Kommunistische Studentengruppe 3% | Demonstrationen und Ausschreitungen wegen NS-Kundgebungen bei den Wahlveranstaltungen |
| 1947 |
Akademische Senat beschließt die Gründung eines Universitätsmuseums -> 1950 |
| 1948 |
Hochschulassistentengesetz 1948 (BGBl. Nr. 32 vom 3. Februar 1949) _ 1962 abgelöst |
| 1949 |
Gründung der „Wiener Hochschulzeitung“ (später „Österreichische Hochschulzeitung“) |
| 1949 |
Institut für Kirchenrecht (IUS|ReStWi) gegründet |
| 1949 |
Institut für allgemeine Chemie (MED) gegründet |
| 1949-07-17 |
Gründung der „Summer School of the University of Vienna“ |
| 1950 |
Universitätsmuseum eröffnet (Gründungsbeschluß _ 1947) |
| 1950 |
Erstes ÖH-Gesetz: ÖH ist gesetzliche Interessenvertretung nach dem Grundsatz der studentischen Selbstverwaltung, ihre Organe werden nach demokratischen Wahlen nach Nationalratswahlgrundsätzen gewählt (BGBl. Nr. 174 vom 12. Juli 1950) |
| 1950 |
Institut für Soziologie an Universität Wien errichtet |
| 1951 |
Deutschnational-freiheitliche Gruppierungen treten erstmals bei ÖH-Wahlen an und erreichen zusammen 18% |
| 1951 |
„Wahlblock österreichischer Akademiker“ löst „Union“ als hegemoniale konservative Fraktion ab |
| 1951 |
Institut für Völkerrecht und internationale Beziehungen (IUS|ReStWi) gegründet |
| 1951-04-27 |
Gründung „Universitätsbund Alma Mater Rudolphina“ (27. April 1951) |
| 1951-06-28 |
28. Juni 1951: Feierliche Wiedereröffnung von Universitätsgebäude und Universitätsbibliothek |
| 1952 |
Institut für medizinische Physik (MED) gegründet |
| 1952 |
Wiederaufnahme der „Wiener Internationalen Hochschulkurse“ |
| 1952 |
ÖH organisiert demonstrativen Sitzstreik an verschiedenen Orten Wiens gegen drohende Erhöhung der Studiengebühren |
| 1952 |
Projekt für ein eigenes Universitätsbibliotheksgebäude, Wettbewerbssieger Architekten Alfred Dreier und Otto Nobis (1952) (unrealisiert, wurde später NIG) |
| 1952 |
Doktorat unter den Auspizien des Bundespräsidenten eingeführt (BGBl. Nr. 58 vom 5. März 1952) |
| 1953 |
in Wien erste große Studierendendemonstration auf der Ringstraße gegen Erhöhung der Studiengebühren (gegen den Willen der konservativen ÖH-Führung) |
| 1953 |
Hochschultaxengesetz (BGBl. Nr. 102 vom 25. Juni 1953) _ Abänderungen 1961, 1962, 1963 |
| 1953 |
Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen gegründet |