80 Jahre „Anschluss“ 1938

Mit dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich am 12. März 1938 wurde die Universität Wien in kürzester Zeit zu einer nationalsozialistischen Institution umgestaltet. Bereits in den ersten Tagen nach dem „Anschluss“ übernahmen Nationalsozialisten die wichtigsten machtpolitischen Funktionen. Innerhalb weniger Monate wurden unter reger Beteiligung von Studierenden, Beamten und Professoren über 2.700 vorwiegend jüdische Universitätsangehörige vertrieben. In den Folgejahren wurden zahlreiche politische GegnerInnen Opfer der Verfolgung durch das NS-Regime. Die Zahl der Studierenden nahm infolge der Einberufungen zum Wehrdienst weiterhin ab. Lehre und Forschung wurden verstärkt nach „völkischen“ Aspekten ausgerichtet und für den „Endsieg“ instrumentalisiert.