Am 11. Februar 1397 starb der Theologe und Astronom Heinrich von Langenstein in Wien.
Nach zwei Jahrzehnten des Studiums und der Lehre an der Universität Paris folgte Langenstein 1384 dem Ruf Herzog Albrechts III. und seines Kanzlers Berthold von Wehingen nach Wien. Als Professor der Theologie wurde er in das neu gegründete Collegium ducale aufgenommen. Neben der Lehre wirkte er maßgeblich an der Reform der Universität und am Aufbau der gerade bewilligten Theologischen Fakultät mit. Er fungierte 1385 als Vizekanzler, 1388/89 als Dekan der Theologischen Fakultät und 1393/94 als Rektor der Universität. Aufgrund seiner astronomischen und naturwissenschaftlichen Traktate, in denen er sich u.a. gegen die von ihm als Aberglauben klassifizierte Astrologie wendet, galt er bereits im 16. Jahrhundert als der Initiator einer astronomisch-mathematischen Tradition an der Wiener Universität.