Das Ehrenzeichen der Universität Wien wurde während der Ersten Republik als Auszeichnung für Persönlichkeiten begründet, die der Universität „hervorragende materielle Förderungen“ zukommen ließen. Anlass zur Stiftung dieser Ehrungsform gaben die Notsituation der Universität nach dem Ersten Weltkrieg sowie die massiven Hilfeleistungen, die die Universität nach Kriegsende aus dem In- und vor allem aus dem Ausland erhielt.
Am 9. Juni 1921 beschloss die Ehrenzeichenkommission des Akademischen Senats, das neugegründete Ehrenzeichen erstmals an acht international bekannte Persönlichkeiten zu verleihen, darunter der argentinische Präsident Hipólito Yrigoyen, der spätere US-amerikanische Präsident Herbert Hoover sowie der New Yorker Anthropologe Franz Boas.