Host, Nicolaus Thomas

Dr. med.

1761–1834

geb. Fiume | Rijeka, Kroatien
gest. Wien, Österreich

Botanischer Garten, Hostʼscher Garten mit pannonischer Pflanze
Ehrung Titel Fakultät Datierung
Denkmal Fakultät für Lebenswissenschaften 2016

Botanischer Garten, Hostʼscher Garten mit pannonischer Pflanze
Botanischer Garten, Hostʼscher Garten mit pannonischer Pflanze

Botanik

Nicolaus Thomas Host studierte an der Universität Wien Medizin und wurde 1786 zum Dr. med. promoviert. Er praktizierte erfolgreich als Arzt und wurde 1792 zum Leibarzt von Kaiser Franz II. ernannt. Neben seiner medizinischen Tätigkeit entwickelte er ein reges wissenschaftliches Interesse an Botanik. Host beschäftigte sich insbesonders mit der Flora Österreichs, Istriens und Dalmatiens. Auf seinen Vorschlag wurde 1793 der Botanische Garten beim Schloss Belvedere angelegt (in Nachbarschaft zum Botanischen Garten der Universität Wien). Der nach ihm auch so bezeichnete Hostsche Garten sollte einen Überblick über die Flora Österreichs geben. Im Jahre 1930 stellte man dem Botanischen Garten der Universität Wien den Hostschen Garten zur Verfügung.

2016 wurde zu Ehren Hosts im Alpengarten am Oberen Schloss Belvedere eine Gedenktafel enthüllt.

Siehe auch

> Österreichisches Biographisches Lexikon

Autor*innen

Thomas Maisel

Zuletzt aktualisiert

24.09.2026

Versionierter Zitationslink

https://geschichte-v2026.visuelles.xyz/de/node/31503/revisions/34620/view

Druckversion

Druckversion öffnen

Literatur und gedruckte Quellen

Michael Kiehn, Eine Gedenktafel für den Arzt und Botaniker Nicolaus Thomas Host. In: Deutsche und österreichische Forschungsreisen auf den Balkan und nach Nahost, herausgegeben von Johannes Seidl, Ingrid Kästner, Jürgen Kiefer, Michael Kiehn, 355–362 (Aachen 2017).
Maria Petz-Grabenbauer, Die geheimnisvolle Geburt und der legendenumwobene Tod des Nicolaus Thomas Host (1761–1834), Leibarzt von Kaiser Franz II./I. (1768–1835) und Schöpfer der „Flora Austriaca Viva“, genannt: Garten der Kronländer. In: Deutsche und österreichische Forschungsreisen auf den Balkan und nach Nahost, herausgegeben von Johannes Seidl, Ingrid Kästner, Jürgen Kiefer, Michael Kiehn, 345–354 (Aachen 2017).