Thun-Hohenstein, Leo Graf von

Dr.

07.04.1811–17.12.1888

geb. Tetschen, Böhmen | Děčín, Tschechien
gest. Wien, Österreich

Leo Graf von Thun-Hohenstein (1811–1888), Unterrichtsminister, Universitätsreformer
Ehrung Titel Fakultät Datierung
Denkmal Arkadenhof 1893

Standbild von Karl Kundmann, finanziert durch das k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht, enthüllt 1893. Das Denkmal steht im Zentrum der "Unterrichtsreform-Gruppe" mit Bonitz und Exner.

siehe auch u: monuments: Denkmal Leo Graf Thun und Hohenstein

Leo Graf von Thun-Hohenstein (1811–1888), Unterrichtsminister, Universitätsreformer
Leo Graf von Thun-Hohenstein (1811–1888), Unterrichtsminister, Universitätsreformer
Leo Graf Thun-Hohenstein (1811–1888)
Leo Graf Thun-Hohenstein (1811–1888)
Denkmal für Leo von Thun-Hohenstein (1811–1888) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von Karl Kundmann, enthüllt 18…
Denkmal für Leo von Thun-Hohenstein (1811–1888) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von Karl Kundmann, enthüllt 1893
Denkmalgruppe für Leo Graf von Thun-Hohenstein (Mitte), Franz Exner (links) und Hermann Bonitz (rechts) im Arkadenhof der Un…
Denkmalgruppe für Leo Graf von Thun-Hohenstein (Mitte), Franz Exner (links) und Hermann Bonitz (rechts) im Arkadenhof der Universität Wien, errichtet 1893

Als österreichischer Minister für Cultus und Unterricht von 1849 bis 1860 verantwortete Leo Graf Thun-Hohenstein eine umfassende Reform des Unterrichtswesens, die seither mit seinem Namen verbunden ist, und das österreichische Bildungswesen bis weit in das 20. Jahrhundert hinein prägte. An den Universitäten war das Ziel eine Neuorientierung von Bildung und Wissenschaft auf dem Prinzip der Lehr- und Lernfreiheit. Das viel beschworene Vorbild der deutschen Universitäten wurde jedoch nicht einfach kopiert, sondern unter katholisch-christlichen Prämissen für österreichische Verhältnisse adaptiert.

Ab 1861 war Thun Mitglied des Herrenhauses und des böhmischen Landtags.

Siehe auch

> Salomon Frankfurter, "Thun-Hohenstein, Graf Leo" in: Allgemeine Deutsche Biographie 38 (1894), S. 178-212 (abgerufen am 29.08.2025)

Autor*innen

Thomas Maisel

Zuletzt aktualisiert

24.09.2026

Versionierter Zitationslink

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Literatur und gedruckte Quellen

Hubert D. Szemethy, Das Thun-Exner-Bonitz-Denkmal im Arkadenhof der Universität Wien – Zur Geschichte des Denkmals anhand von Archivmaterialien. Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte 63/64 (2017) (2017) 87–102, online unter https://www.academia.edu/36216545.
Thomas Maisel, Gelehrte in Stein und Bronze. Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien (Wien 2007).
Werner Ogris, Die Universitätsreform des Ministers Leo Graf Thun-Hohenstein. Festvortrag anläßlich des Rektorstages im Großen Festsaal der Universität Wien am 12. März 1999. Wiener Universitätsreden NF 8 (Wien 1999).
Hans Lentze, Die Universitätsreform des Ministers Graf Leo Thun-Hohenstein. Sitzungsberichte der österr. Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse 239/2 (Wien 1962).
Salomon Frankfurter, Graf Leo Thun-Hohenstein, Franz Exner und Hermann Bonitz. Beiträge zur Geschichte der österreichischen Unterrichtsreform (Wien 1893).