Masaryk, Thomas G. (Tomáš Garrigue)

Prof. Dr.

07.03.1850–14.09.1937

geb. Hodonín, Mähren | Hodonín, Tschechien
gest. Schloss Lány, Tschechien

Thomas Garrigue Masaryk (1850–1937), Politiker
Ehrung Titel Fakultät Datierung
Denkmal Arkadenhof Geisteswissenschaftliche Fakultät 1996

Büste von Vincenc Makovsky, Geschenk der Masaryk-Universität Brünn, enthüllt 1996.

siehe u:monuments: Denkmal Thomas Garrigue Masaryk

Thomas Garrigue Masaryk (1850–1937), Politiker
Thomas Garrigue Masaryk (1850–1937), Politiker
Denkmal für Thomas G. Masaryk (1850–1937) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von Vincenc Makovsky, enthüllt 1996
Denkmal für Thomas G. Masaryk (1850–1937) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von Vincenc Makovsky, enthüllt 1996

Philosophie

Philosoph, Schriftsteller, Politiker, Gründer und erster Staatspräsident der Tschechoslowakei

Studierte 1872-1876 Philosophie in Wien (u.a. bei Franz Brentano) und Leipzig, 1876 Promotion, 1878 Habilitation, 1879 Dozent an der Universität Wien, 1882 außerordentlicher und 1897 ordentlicher Professor an der Karls-Universität Prag.
Er gründete 1900 die Realistische Partei, für die er 1900-1914 im österreichischen Reichsrat saß. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs ging er ins Exil nach Frankreich, wo er für die Zusammenarbeit mit der tschechischen und slowakischen Emigration und die Gründung eines gemeinsamen Staates nach Kriegsende warb. Ab Mai 1917 Gründung der Tschechoslowakische Legion in Russland, ab März 1918 war er in den USA. Ende Mai 1918 Pittsburgher Vertrag über die Gründung der Tschechoslowakei.
1918-1935 war er Präsident der Tschechoslowakischen Republik (außenpolitisch angelehnt an Großbritannien und Frankreich).

Die 1919 gegründete Universität Brno (Brünn) trägt heute seinen Namen, auch eine Rennstrecke, das Automotodrom Brno, ist in Tschechien nach ihm Masarykův okruh (Masaryk-Ring) benannt, sowie der älteste Bahnhof Prags: Praha Masarykovo nádraží.
Außerdem war er maßgeblich an der Gründung der School of Slavonic and East European Studies der Londoner Universität beteiligt.

Siehe auch

> Wikipedia (abgerufen am 04.09.2025)
> u:monuments: Denkmal Thomas Garrigue Masaryk (abgerufen am 04.09.2025)

Autor*innen

Herbert Posch

Zuletzt aktualisiert

24.09.2026

Versionierter Zitationslink

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Literatur und gedruckte Quellen

Valentina von Tulechov, Tomas Garrigue Masaryk. Sein kritischer Realismus in Auswirkung auf sein Demokratie- und Europaverständnis (Göttingen 2011).
Karel Čapek, Gespräche mit Masaryk (Stuttgart, München 2001), online unter https://ubdata.univie.ac.at/AC03173560.
Josette Baer, Politik als praktizierte Sittlichkeit. Zum Demokratiebegriff von Thomas G. Masaryk und Václav Havel (Sinzheim 1998).
Frank Hadler, Weg von Österreich! Das Weltkriegsexil von Masaryk und Beneš im Spiegel ihrer Briefe und Aufzeichnungen aus den Jahren 1914 bis 1918. Eine Quellensammlung (Berlin 1995), online unter https://ubdata.univie.ac.at/AC01126688.
Dalibor Truhlar, Thomas G. Masaryk. Philosophie der Demokratie (Frankfurt am Main, Wien u.a. 1994), online unter https://ubdata.univie.ac.at/AC01032855.
Stanley B. Winters, T. G. Masaryk (1850–1937). 1: Thinker and politician (Basingstoke u.a. 1990), online unter https://ubdata.univie.ac.at/AC03825168.