Fritz Klenner
geb. 13.08.1906,
Wien,
Österreich
gest. 18.12.1997,
Braungasse 26c,
Wien,
Österreich
geb. 13.08.1906,
Wien,
Österreich
gest. 18.12.1997,
Braungasse 26c,
Wien,
Österreich
| Ehrung | ||
|---|---|---|
| Ehrenbürger*in | 1965/66 |
Journalist, Gewerkschafter, Bankdirektor (Bank für Arbeit und Wirtschaft|BAWAG) und Ntionalratsabgeordneter
Fritz Klenner, Sohn eines Postbeamten, begann nach vier Jahren Realschule 1921 ein Banklehre, wurde Bankangestellter und engagierte sich auch gewerkschaftlich ab 1922 Jugendvertrauensmann der Bankangestellten, ab 1924 als Bildungsreferent und Redakteur des Bundes der Bank- und Sparkassengehilfen, was er auch nach seinem Wechsel in die Zentralsparkasse der Gemeinde Wien 1927 weiter blieb, wo er auch Betriebsrat bzw. Vertrauensmann war.
Er war auch Obmann der Sozialistischen Arbeiterjugend in Wien/Josefstadt (19276/27–1931) und in der Zeit des Austrofaschismus Mitglied der illegalen Leitung der freien Angestelltengewerkschaft (1934–1938) und Funktionär der illegalen Revolutionären Sozialisten.
1933 heiratete er Luise Stauner und sie bekamen zwei Sphne (Klaus, geb. 1935, und Fritz, geb. 1942)
Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1940 in die Deutsche Wehrmacht eingezogen, kämpfte in Norwegen und Frankreich und geriet kurz in Kriegsgefangenschaft.
Nach Kriegsende kehrte er ncht mehr in die Zentralsparkasse zurück sondern wurde Angestellter des ÖGB: 1945 Pressereferent und Chefredakteur des Zentralorgans des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB); 1947 Verlagsleiter und Aufbau der des ÖGB-Verlagswesens und der angeschlossenen Unternehmungen, Er war 1950 ein Kritiker der Streiks um die Lohn-Preis-Abkommen die er als „Putsch der KPÖ“ kritisierte. Er war 1953-1976 auch Geschäftsführer der Europa Verlag AG, Wien-Frankfurt/M.-Zürich und bis 1979 Geschäftsführender Obmann der Büchergilde Gutenberg. 1956-1959 war er stellvertretender Generalsekretär und 1960-1971 Kontrollobmann des ÖGB und auch Mitglied des Vorstandes des Internationalen Bundes freier Gewerkschaften, Er war auch Verlagsleiter des Europa-Verlags, Abgeordneter zum Nationalrat (1958–1961) und Dozent für Gewerkschaftsgeschichte an der Sozialakademie der Wiener Kammer für Arbeiter und Angestellte (1956–1968),
Später war er Generaldirektor der BAWAG (1963–1972) und schließlich Aufsichtsratsvorsitzender (1972–1981).
Fritz Klenner wurde 1959 den Berufstitel "Professor" verliehen. Als Stellvertreter des Präsidenten des Vereins "Jubiläumsspende Alma Mater Rudolphina" (Karl Lakowitsch), der gemeinsam mit der Universität Wien und der BUWOG 1969-1971 das Bauprojekt zur Errichtung von Professorenwohnhäusern in Wien 17, Dornbacherstraße 25, realisierte wurde er für sein Engagement am 24. Juni 1966, im Nachklang zum 600 Jahr Jubiläum der Universität Wien, gemeinsam mit neun anderen Vertretern aus Wirtschaft, Medien und Sozialpartnerschaft zum "Ehrenbürgers der Universität Wien" ernannt: Er
"hat dem aus Anlaß des Universitätsjubiläums gegründeten und aus Persönlichkeiten der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens gebildeten Jubiläumskomitee angehört, [...], hat der Universität große wirtschaftliche Vorteile gebracht aber auch zur allgemeinen Verbreitung des 'Universitäts-Gedankens' beigetragen" (aus der Antrags-Begründung).
1969 wurde er auch mit dem Grossen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet, 1971 mit der Johann-Böhm-Plakette, 1975 mit dem Karl-Ausch-Preis für Wirtschaftspublizistik, 1978 mit dem Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs und 1986 mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.
UAW J Cur 393/b GZ 1944 aus 1965, RA S 199.03.62 (= RA GZ 210.4 ex 1961/62)
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