Kudler, Joseph Ritter von

Prof. Dr.

10.10.1786–06.02.1853

geb. Graz, Österreich
gest. Wien, Österreich

Josef Kudler (1786–1853), Politische Wissenschaften, Gesetzeskunde
Ehrung Titel Fakultät Datierung
Denkmal Arkadenhof Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1891

Büste von Wilhelm Seib, finanziert vom k k. Ministerium fiir Kultus und Unterricht, enthüllt 1891.

siehe u: monuments: Denkmal Josef Kudler

Ehrentafel-Fakultät Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1893

Die Ehrentafeln der Fakultäten in den Seitenaulen des Hauptgebäudes der Universität Wien wurden am 24. Mai 1893 enthüllt. Zu diesem Zeitpunkt umfasste die Ehrentafel der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät eine Liste von 37 Namen von berühmten Schülern der Universität Wien, darunter jenen von Joseph von Kudler. Die Liste war für die Fakultät von Prof. Leopold Pfaff bzw. im Auftrag des Senats von Universitätsarchivar Karl Schrauf zusammengestellt worden.

Funktion Zeitraum Fakultät
Dekan*in 1849/50 Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät
Josef Kudler (1786–1853), Politische Wissenschaften, Gesetzeskunde
Josef Kudler (1786–1853), Politische Wissenschaften, Gesetzeskunde
Erinnerungsbild zur Revolution 1848: Anton Hye, Ernst von Feuchtersleben, Franz von Sommaruga, Joseph Kudler, Alexander Bach
Erinnerungsbild zur Revolution 1848: Anton Hye, Ernst von Feuchtersleben, Franz von Sommaruga, Joseph Kudler, Alexander Bach
Denkmal für Joseph Kudler (1786–1853) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von Wilhelm Seib, enthüllt 1891
Denkmal für Joseph Kudler (1786–1853) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von Wilhelm Seib, enthüllt 1891
Ehrentafel der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät, Aula der Universität Wien
Ehrentafel der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät, Aula der Universität Wien

Ab 1804 Studium der Rechtswissenschaften, 1810 Dr.jur.

Kudler war zunächst in Graz tätig und wurde 1821 zum Professor der politischen Wissenschaften und der österreichischen politischen Gesetzeskunde an die Universität Wien berufen. 1848/49 Vizedir. der jurid. polit. Stud. an der Univ. Wien, 1849 Vorstand des Prof.-Kollegiums der Rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät.

1848 wurde er Abgeordneter und Vizepräsident des konstituierenden Reichstags. Hauptwerke: "Erklärung des Srrafgesetzes über schwere Polizeiübertretungen", "Grundlehren deutscher Volkswirtschaft". Er war Mitbegründer und Leiter mehrerer indusrrieller, finanzpolitischer und sozialer Gesellschaften und Unternehmen und trat für Erleichterungen beim Landbau, für Gewerbefreiheit und die Abschaffung der Todesstrafe ein.

Siehe auch

> Österreichisches Biographisches Lexikon (abgerufen am 11.09.2025)
> Neue Deutsche Biographie (abgerufen am 11.09.2025)

Autor*innen

Thomas Maisel

Zuletzt aktualisiert

31.07.2026

Versionierter Zitationslink

https://geschichte-v2026.visuelles.xyz/de/node/25176/revisions/34970/view

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Literatur und gedruckte Quellen

Thomas Maisel, Gelehrte in Stein und Bronze. Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien (Wien 2007).
Österreichisches biographisches Lexikon 1850–1950. (1951-heute) (Wien).
Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Neue Deutsche Biographie, Bd. 1 ff. (derzeit 21 Bde. A–Ro) (München and Berlin).