Offener Hochschulzugang und „Massenuniversität“
In den 1970er Jahren setzte in Österreich ein massiver Bildungsboom ein, der sich auch und ganz besonders auf die Universität Wien als größter Hochschule im Land auswirkte. Angetrieben wurde dieser durch die sozialdemokratische Regierung Bruno Kreiskys, die mit ihren Reformen eine Demokratisierung der Universitäten und die Öffnung auch für bisher vom Bildungswesen kaum erreichte Personen anstrebte. Die Folge war eine rasante Expansion der Universität Wien auf mehreren Ebenen, die in den folgenden Jahrzehnten zwar einige Rückschläge erfuhr, sich in geringerem Maße jedoch bis heute fortsetzt.