Am 30. Juni 2016 wurden erstmals sieben Denkmäler für Wissenschafterinnen im Arkadenhof der Universität Wien enthüllt: für die Psychologin Charlotte Bühler, die Sozialwissenschafterin Marie Jahoda, die Physikerinnen Berta Karlik und Lise Meitner, die Archäologin Grete Mostny, die Sprachwissenschafterin Elise Richter und die Mathematikerin Olga Taussky-Todd.
Im Arkadenhof werden seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert herausragende Wissenschafter der Alma Mater Rudolphina mit Denkmälern geehrt. Frauen hatten hier jedoch bisher wenig Platz, wie die Symbolik der Brunnenfigur Kastalia unterstreicht. Obwohl Frauen im Laufe des 20. Jahrhunderts nach und nach die Universität eroberten, wurde bisher keine Wissenschafterin im Arkadenhof geehrt. Auf die nicht erfolgte Ehrung weist seit 2009 das Projekt "Der Muse reicht's" hin – eine Lücke, die die Universität 2016 mit der Errichtung der ersten Denkmäler für herausragende Forscherinnen zu füllen beginnt.