Scanzoni von Lichtenfels, Friedrich Wilhelm

Prof. Dr. med.

21.12.1821–12.06.1891

geb. Prag, Tschechien
gest. Schloss Zinneberg bei Glonn, Oberbayern, Deutschland

(Friedrich Wilhelm Johann Ignaz Scanzoni)

Ehrung Titel Fakultät Datierung
Ehrenmitglied Doktorenkollegium Medizinische Fakultät 1865

Scanzoni wurde anlässlich des 500-jährigen Universitätsjubiläums am 3. August 1865 die Ehrenmitgliedschaft im Doktorenkollegium der Medizinischen Fakultät verliehen.

ab 1838 Studium der Medizin in Prag, 1844 Doktor der Medizin und Chirurgie und Magister der Geburtshilfe; Assistent und Sekundärarzt an der Entbindungsanstalt in Prag, später Leiter der Frauenabteilung des Krankenhauses; 1850-1887 Professor für Geburtshilfe an der Universität Würzburg (Dekan 1864/65, 1869/70, 1875/76, 1885/86, Rektor 1865/66, 1874/75), Leiter der geburtshilflichen Klinik; 1863 Adelsstand mit dem Prädikat „von Lichtenfels“; Gegner der Hygiene-Thesen von Ignaz Semmelweis.

Werke (Auswahl)

Die geburtshilflichen Operationen, 1852.

Lehrbuch der Geburtshilfe, 1867.

Literatur und gedruckte Quellen

Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner, Enzyklopädie Medizingeschichte (Berlin, New York 2005).
Allgemeine Deutsche Biographie (56 Bd.) (München and Leipzig).
Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Neue Deutsche Biographie, Bd. 1 ff. (derzeit 21 Bde. A–Ro) (München and Berlin).
Constantin Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche seit 1750 in den österreichischen Kronländern geboren wurden oder darin gelebt und gewirkt haben, 60 Tl (Wien).