Wieser, Friedrich Freiherr von

Univ.-Prof. Dr.

10.07.1851–22.07.1926

geb. Wien, Österreich
gest. St. Gilgen, Österreich

Friedrich von Wieser (1851–1926), Volkswirtschaftslehre, Handelsminister 1917/18

Hauptvertreter der neoklassischen Grenznutzenlehre, Hofrat

Ehrung Titel Fakultät Datierung
Ehrendoktorat Dr. rer. pol. h.c. Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1920/21
Denkmal Arkadenhof Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1957

Bronzerelief von Rudolf Schmidt, auf Antrag des Instituts für Wirtschaftswissenschaften (Prof. Mahr), 1957 enthüllt.

siehe auch u:monuments: Denkmal Friedrich von Wieser

Ehrentafel-Fakultät Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1925/1949

Friedrich von Wieser (1851–1926), Volkswirtschaftslehre, Handelsminister 1917/18
Friedrich von Wieser (1851–1926), Volkswirtschaftslehre, Handelsminister 1917/18
Denkmal für Friedrich von Wieser (1851–1926) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von Rudolf Schmidt, enthüllt 1957
Denkmal für Friedrich von Wieser (1851–1926) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von Rudolf Schmidt, enthüllt 1957
Ehrentafel der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät, Aula der Universität Wien
Ehrentafel der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät, Aula der Universität Wien

Friedrich von Wieser studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Im gleichen Jahr seiner Habilitation 1884 an der Universität Wien wurde er als außerordentlicher Professor an die deutsche Universität in Prag berufen. 1889 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt und fungierte im Studienjahr 1901/02 als Rektor der Universität Prag. 1903 folgte Friedrich von Wieser dem Ruf an die Universität Wien. 1917/18 übte Wieser auch das Amt des Handelsministers aus.

Mit Carl Menger und Eugen von Böhm-Bawerk gilt Friedrich Wieser als Begründer der Österreichischen Schule der Nationalökonomie.

1957 wurde ein Bronzerelief (gestaltet von Rudolf Schmidt) in Erinnerung an Friedrich von Wieser im Arkadenhof der Universität Wien enthüllt.

Werke (Auswahl)

Über den Ursprung und die Hauptgesetze des wirtschaftlichen Wertes (1884)

Der natürliche Wert (1889)

Die Theorie der städtischen Grundrente (1909)

Theorie der gesellschaftlichen Wirtschaft (1914)

Das geschichtliche Werk der Gewalt (1923)

Das Gesetz der Macht (1926)

Literatur und gedruckte Quellen

Thomas König, Aufsteigen, Verdrängen, Nachholen: Sozialwissenschaft(en) an der Universität Wien. In: Universität – Forschung – Lehre. Themen und Perspektiven im langen 20. Jahrhundert, herausgegeben von Katharina Kniefacz, Elisabeth Nemeth, Herbert Posch, Friedrich Stadler, 169-182 (Göttingen 2015), online unter http://www.vr-elibrary.de/doi/pdf/10.14220/9783737002905.169.
Thomas Maisel, Gelehrte in Stein und Bronze. Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien (Wien 2007).