(Habsburg), Erzherzog von Österreich,
Ferdinand II.
09.07.1578–15.02.1637
geb.
Graz,
Österreich gest.
Wien,
Österreich
Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
Titelblatt der „Pragmatica sanctio“ von 1623
Titelblatt der „Pragmatica sanctio“ von 1623
Die einführende Inschrift zur Rektorentafel im Hauptgebäude der Universität Wien
Die einführende Inschrift zur Rektorentafel im Hauptgebäude der Universität Wien
Franz Pfluegl
1590 Erzherzog von Innerösterreich, 1617 König von Böhmen, 1618 König von Ungarn und Kroatien, 1619 Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
Der Jesuitenorden erreichte sein Ziel, den Bildungsweg der Jugend weitgehend in seinem Sinn zu gestalten, durch ein Machtwort Kaiser Ferdinands II.: 1622 wurde das Wiener Jesuitenkolleg „unwiderruflich“ in die Universität inkorporiert. Den Anordnungen des Kaisers gemäß hätten nun alle Rechte in die Hände der Jesuiten gelegt werden müssen, die in ihrem energischen Rektor P. Wilhelm Lamormaini (Guillaume Lamormain) einen der engsten Vertrauten des Herrschers besaßen. In Verhandlungen zwischen Orden und Universität wurden die härtesten Bestimmungen des kaiserlichen Inkorporationsbefehls gemildert und in dieser Form als „Sanctio pragmatica“ von Kaiser Ferdinand II. am 13. Oktober 1623 in Kraft gesetzt.