Am 6. Juli 1476 starb mit Johannes Regiomontanus einer der hervorragendsten Astronomen und Mathematiker an der Schwelle zur Neuzeit, dessen Werke die Abkehr vom geozentrischen Weltbild vorbereiteten.
Geboren 1436 als Johannes Müller studierte er in Leipzig und ab 1450 an der Universität Wien, wo er 1457 das Magisterium an der Artistenfakultät erwarb und danach einige Jahre lehrte. Er war ein Schüler und Freund des Georg Aunpeck von Peuerbach. Regiomontanus „Dreieeckslehre“ bereicherte die Anwendung der Trigonometrie, und seine „Ephemeriden“ wurde zu einem Standardtafelwerk für Astronomen und Seefahrer. Auch Columbus verwendete sie auf seinen Entdeckungsfahrten. Im Auftrag von Kardinal Johannes Bessarion bearbeitete Regiomontanus den „Almagest“, das Hauptwerk des griechischen Astronomen und Mathematikers Ptolemaios.