DENK-MAL Marpe Lanefesch
Ehemaliges jüdisches Bethaus im Alten Allgemeinen Krankenhaus
1988 schenkte die Stadt Wien das Alte Allgemeine Krankenhaus (AKH) der Universität Wien, um das Gelände zu einem Campus umzubauen. Dabei wurde der Universität im Hof 6 auch ein Gebäude übertragen, das in der Vergangenheit vielfache Umnutzungen erfahren hatte: 1903 errichtet von Max Fleischer (1841–1905) als Betpavillon für die Patient*innen und das Personal jüdischen Glaubens des AKH; im Nationalsozialismus 1938 geschändet, aber nicht zerstört; Nutzung als Transformatorstation ab 1953 unter Zerstörung der Innenausstattung; und nach baulicher Modernisierung des Trafos in den 1970ern auch grundlegende Änderung der äußeren Form des ehemaligen Bethauses.
Die Universität Wien hat angesichts dieser historischen Umstände die kulturpolitische Verantwortung übernommen, das ehemalige Bethaus zu renovieren und in Stand zu halten. Durch künstlerische Intervention ist das begehbare Kunstobjekt/der Gedenkort DENK-MAL Marpe Lanefesch entstanden. "Marpe Lanefesch" ist Hebräisch und bedeutet "Heilung für die Seele". Der Name betont die vielschichtige Bedeutung des Ortes: Das Bethaus als Erinnerungsort der wechselhaften Geschichte, das durch die künstlerische Umgestaltung auf seine kulturelle und historische Bedeutung hinweist. Das ehemalige jüdische Bethaus wurde am 20. Oktober 2005 als begehbares Denkmal und als "Stätte des Gedenkens und Bedenkens" eröffnet.
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| Revision | Aktionen |
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| 05.04.2024 - 01:10 von Herbert Posch | Aktuelle Revision |
| 05.04.2024 - 01:09 von Herbert Posch |