Denkmalgruppe für Leo Graf von Thun-Hohenstein (Mitte), Franz Exner (links) und Hermann Bonitz (rechts) im Arkadenhof der Un…

Universitas semper reformanda

Universitätsreformen vom späten 19. bis zum beginnenden 21. Jahrhundert

1873–2004

Die Geschichte von Universitätsreformen ist beinahe so alt wie die Geschichte der hohen Schulen selbst. Im Zentrum der häufig kontrovers geführten Auseinandersetzungen, die Reformprozesse begleiten und formen, steht die Frage nach den Zielen und Aufgaben von Universitäten, nach ihrer Rolle in der Gesellschaft und ihrem Verhältnis zum Staat. Entgegen dem gerne gebrauchten Bonmot, dass eine Universitätsreform Ähnlichkeit mit der Verlegung eines Friedhofes hätte, da mit der Mitwirkung der Betroffenen nicht zu rechnen wäre, haben sich Mitglieder des Lehrkörpers und Studierende sehr wohl in diese Diskussionen eingebracht, Forderungen erhoben und Anstöße gegeben. Dass es dabei kontroverse Standpunkte gab, die gelegentlich auch als Renitenz gedeutet werden können, ist bei Fragen, welche die historisch gewachsene Identität einer jahrhundertealten Institution berühren, kaum verwunderlich.

In Österreich blieben die Universitäten viele Jahrzehnte lang durch die Reformen des 19. Jahrhunderts geprägt. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts setzte eine Dynamik ein, welche mit dem Universitätsgesetz 2002 eine radikale Neugestaltung unter dem Vorzeichen der universitären Autonomie zur Folge hatte.

Denkmalgruppe für Leo Graf von Thun-Hohenstein (Mitte), Franz Exner (links) und Hermann Bonitz (rechts) im Arkadenhof der Un…
Denkmalgruppe für Leo Graf von Thun-Hohenstein (Mitte), Franz Exner (links) und Hermann Bonitz (rechts) im Arkadenhof der Universität Wien, errichtet 1893
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04.03.2024 - 20:59 von katharina kniefacz

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