Frauen- und Geschlechterforschung
Lange Zeit – bis zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert - bildeten Frauen in den hehren Hallen der Wissenschaft die Ausnahme. Dieser Ausnahme-Status forderte sie zunächst dahingehend heraus, die Berechtigung ihrer Zugehörigkeit unter Beweis zu stellen. Elise Richter, eine der ersten Studentinnen, Doktorinnen und erste habilitierte Frau an der Universität Wien in ihrer Autobiographie: „Als Frau habe ich jedenfalls so viel gegeben als empfangen. Ich empfing den Weg, was gewiss nicht gering zu schätzen ist, aber ich ging ihn, und hier darf ich wohl sagen, in vorbildlicher Weise.“ Kritik an der männlich dominierten Wissenschaft zu üben blieb einer späteren Zeit und den nächsten Generationen vorbehalten, in der sich die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse verändert hatten. Dementsprechend ging der quantitative Aufbruch der Frauen im tertiären Bildungssektor in den 1960er und 70er Jahren mit einem qualitativen im Bereich der Wissenschaften Hand in Hand.
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| 21.01.2019 - 15:25 von katharina kniefacz | Aktuelle Revision |
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