Bursen und Kodreien
Studentische Wohnformen in Wien bis zum 16. Jahrhundert
Wie wohnte ein Student im Mittelalter? War die Beschaffung einer geeigneten Unterkunft seine Privatangelegenheit oder nahm die Universität Einfluss auf studentische Wohnformen?
Da sich die Universität als „Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden“ begriff, umfasste die von ihr erlassenen Verfügungen nicht nur die Bereiche Lehre und Lernen, sondern auch die Lebensführung ihrer Mitglieder. Dies betraf auch die Kontrolle studentischer Wohnungen. Die für heutige Vorstellungen sehr rigide Aufsicht war nicht zuletzt deshalb notwendig, da der Großteil der Studenten im Altersschnitt eher Gymnasialschülern entsprach und eine stärkere Kontrolle benötigte.
Das von der Universität angestrebte Ziel war, dass sämtliche Studenten unter Aufsicht eines Magisters zu leben hatten, was wohl nie umgesetzt wurde. Dennoch lebten ein nicht unbeträchtlicher Teil der Studenten in von der Universität kontrollierten Studentenhäusern, den sogenannten Bursen. Für unbemittelte Studenten gab es studentische Armenhäuser, die Kodreien genannt wurden.
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| 05.03.2024 - 21:26 von katharina kniefacz | Aktuelle Revision |
| 05.03.2024 - 21:26 von katharina kniefacz |