80. Jahrestag der Reichspogromnacht: Die „Arisierung“ des Arkadenhofes

Die neu ernannten nationalsozialistischen Funktionäre hatten die „Säuberung“ des Lehrkörpers und die Vertreibung jüdischer Studierender im November 1938 noch nicht abgeschlossen, als der NS-Studentenbund die „Arisierung“ der universitären Erinnerungskultur eigenmächtig und gegen den Willen des Rektors Fritz Knoll in Angriff nahm: Nur wenige Tage vor den gewaltsamen Übergriffen gegen jüdische BürgerInnen in der Reichspogromnacht beschmierten und beschädigten NS-Studenten am 5. November 1938 im Arkadenhof zehn Denkmäler für jüdische Professoren – oder zumindest solche, welche von den Nazis dafür gehalten wurden.