600 Jahre Wiener Geserah

Am 12. März 1421 wurden über zweihundert Jüdinnen und Juden auf dem Scheiterhaufen in Erdberg (heute 3. Wiener Gemeindebezirk) hingerichtet. Die Massenhinrichtung war der traurige Höhepunkt der Wiener Geserah 1420/21. Bereits im Mai 1420 waren auf Befehl Herzog Albrechts V. sämtliche Juden in Wien und Niederösterreich verhaftet worden. In den Monaten darauf kam es Folter, Zwangstaufen, zu Ausweisungen und im März 1421 schließlich zur Hinrichtung.

Die Universität Wien war eine wichtige Instanz bei der Beurteilung von Häresien und der Argumentation gegen „Glaubensfeinde“. Welche Berichte und Erwähnungen finden sich in die Universitätsquellen, wie beurteilten die Universitätsangehörigen die Verfolgung der Juden, und welche Auswirkungen hatte die Geserah auf die Universität?