Am 1. August 1624 erfolgte die Grundsteinlegung für das neue „Collegium Academicum Viennense Societatis Jesu“, das eine radikale Neugestaltung des Alten Universitätsviertels mit sich brachte.
Mit der „Pragmatischen Sanktion“ 1623 hatte Kaiser Ferdinand II. den Jesuiten die Lehre an der Philosophischen und Theologischen Fakultät übertragen. Dafür wurde an der Stelle des alten Herzogskollegs und einiger Bursen ein neues Akademisches Kolleg samt Kirche errichtet. Neben der Kirche waren Hörsäle, eine Bibliothek, ein Observatorium und ein Refektorium sowie Klassenzimmer für die Lateinschule, Wohn- und Wirtschaftsräume, Ställe aber auch ein repräsentativer Saal für Versammlungen, festliche Anlässe und Theateraufführungen vorgesehen.
Zwischen 1623 und 1655 wurden die mittelalterlichen Universitäts- und Studentenhäuser abgerissen und das pompöse Jesuitenkolleg neuerrichtet. Mit der Fertigstellung der Alten Aula war das frühbarocke Baugeschehen abgeschlossen. Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex wurde bis 2022 generalsaniert und als „Campus Akademie“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften neueröffnet.