Die Archäologin und Ägyptologin Grete Mostny starb am 15. Dezember 1991 im Alter von 77 Jahren in Santiago de Chile.
Die in Linz geborene Grete Mostny studierte 1933–1937 an der Universität Wien. Im Dezember 1937 wurde ihre Dissertation approbiert, da sie nach dem „Anschluss“ im März 1938 als „Jüdin“ galt, musste sie die Universität jedoch ohne Studienabschluss verlassen.
Sie konnte ihre Studien in Brüssel fortsetzen und 1939 promovieren. Später setzte sie ihre Studien in Kairo fort und konnte schließlich nach Chile emigrieren. Noch 1939 wurde sie Hilfskraft am Museo Nacional de Historia Natural und stieg 1943 zur Leiterin der Anthropologischen Abteilung auf. Auch im Zuge zahlreicher Expeditionen und Ausgrabungen beschäftigte sie sich mit der Frühgeschichte und Kulturanthropologie Chiles. Ab 1946 chilenische Staatsbürgerin, erhielt Mostny 1949 das Ehrendoktorat der Universität Cuzco. Sie wurde Professorin an der Universidad de Chile und war 1964–1982 Direktorin des Chilenischen Nationalmuseums für Naturkunde.
2016 wurde ein Denkmal für Grete Mostny im Arkadenhof der Universität Wien enthüllt.