Vor 175 Jahren wurde Heinrich Obersteiner am 13. November 1847 in Wien geboren. Er starb am 19. November 1922 in Wien.
Obersteiner studierte ab 1865 Medizin an der Universität Wien. Er promovierte 1870 zum Doktor der Medizin und 1871 zum Doktor der Chirurgie. Ab 1872 arbeitete er als Leiter, Arzt und Psychiater der Döblinger Privatheilanstalt. Daneben habilitierte er sich an der Universität Wien 1873 für Physiologie und Pathologie des Nervensystems. 1880 folgte die Ernennung zum außerordentlichen Professor, 1898 erhielt er den Berufstitel eines ordentichen Professors.
Heinrich Obersteiner gründete 1882 das weltweit erste Hirnforschungsinstitut (ab 1900: „Neurologisches Institut“), das sich rasch als Lehr- und Forschungsstätte internationalen Ranges etablierte.
Obersteiner war von 1902 bis 1918 Präsident des Vereins für Psychiatrie und Neurologie sowie Mitbegründer der von 1903 bis 1914 bestehenden „International Brain Commission“. In seinen Forschungen widmete er sich der Neurophysiologie und Neuroanatomie. Mit seinem Lehrbuch „Anleitung beim Studium des Baues der nervösen Zentralorgane im gesunden und im kranken Zustande“ (1888) schuf er ein internationales Standardwerk.