150 Jahre Baubeginn Universitätshauptgebäude

Im Juli 1873 begann der Bau des monumentalen Hauptgebäudes der Universität Wien an der Ringstraße.

Im Zuge der Niederschlagung der Revolution 1848 hatte die Universität ihr früheres Hauptgebäude, die Neue Aula im Stubenviertel, verloren. Ihre Institute waren seitdem über die Vorstädte verteilt. Kaiser Franz Joseph hatte bereits 1854 den Neubau eines Universitätsgebäudes beschlossen, doch erst nach Jahren der Standortsuche konnte Heinrich von Ferstel 1869 mit den Planungen beginnen. Die Entwürfe für den „Palast der Wissenschaften“ bezogen sich dezidiert auf Renaissance-Vorbilder. Das Gebäude stellt vom Grundriss über den Stil bis zur Ausstattung das Selbstverständnis einer deterministischen Wissenschaftsauffassung dar, die am Ende einen „Sieg des Lichts über die Finsternis“ versprach.

Erst 1884 sollte die Universität Wien schließlich mit ihrem Neubau wieder ein zentrales Dach erhalten, unter dem geforscht und gelehrt werden konnte.