120 Jahre Frauenstudium

Eine der frühesten Förderinnen des Frauenstudiums war Marianne Hainisch, die als Begründerin der Frauenbewegung in Österreich bereits seit den 1870er-Jahren den Zugang für Frauen zu den Hochschulen forderte. Bis zu den ersten Schritten in die Institution Universität dauerte es jedoch noch mehr als zwei Jahrzehnte. Schließlich war Österreich neben Preußen das letzte europäische Land, das Frauen zum Studium zuließ:

Im Herbst 1897 öffnete sich endlich die Philosophische Fakultät als erste Teileinheit der Universität Wien für weibliche Studierende und die Zulassung zur Medizinischen Fakultät folgte nur drei Jahre später. 1918/1919 fiel das Studienverbot für Frauen an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät, 1928 an der Evangelisch-Theologischen Fakultät und schließlich 1945 an der Katholisch-Theologischen Fakultät.

Die Zahl der Frauen unter den Studierenden stieg während des 20. Jahrhunderts auf mehr als die Hälfte aller Studierenden an, die Strukturen erschweren es Frauen jedoch bis heute, die obersten Stufen der akademischen Karriereleiter zu erreichen.