Am 6. Jänner 1920 starb der Völkerrechtler Heinrich Lammasch.
Lammasch studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und übernahm hier 1889 das Ordinariat für Völkerrecht an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät. Er betätigte sich innenpolitisch als gemäßigter Konservativer. Im Oktober 1918 wurde er der letzte Ministerpräsident der österreich-ungarischen Monarchie. Als Erster vertrat er den Gedanken der dauernden Neutralität der Republik Österreich. Er erarbeitete 1918 einen österreichischen Entwurf für den Völkerbundpakt und war Mitglied und Präsident des Internationalen Schiedsgerichtes in Den Haag.
Seit 1953 erinnert ein Denkmal im Arkadenhof der Universität Wien an ihn.