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Kronfeld, Erwin

28.09.1914–1939

geb. Wien, Österreich
gest. Nisko, Polen

Erwin Kronfeld, 1936
Ehrung Titel Fakultät Datierung
Denkmal „Vertriebene Historiker*innen“ Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät 2022

Erwin Kronfeld, 1936
Erwin Kronfeld, 1936
Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden („Wenn Namen leuchten“, Iris Andr…
Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden („Wenn Namen leuchten“, Iris Andraschek, 2022)

Geschichte

Erwin KRONFELD, geb. am 28. September 1914 in Wien (heimatberechtigt in Wien, Staatsbürgerschaft: Österreich), Sohn von Julius (Joel Baruch) Kronfeld (1882-1942, Agent) und Witte Kronfeld (geb. Lorber, 1881-1942), wohnte in Wien 2, Krummbaumgasse 1/12a, war zuletzt im Wintersemester 1937/38 an der Philosophischen Fakultät im 7. Studiensemester inskribiert und belegte Vorlesungen in Geschichte.

Er wurde im Nationalsozialismus nach dem "Anschluss" aus rassistischen Gründen gezwungen, das Studium abzubrechen und die Universität Wien zu verlassen.

Erwin Kronfeld wurde am 27. Oktober 1939 von Wien 2, Krummbaumgasse nach Nisko/Polen deportiert und wurde Opfer der Shoah.

Ehrung

Seit 2009 wird an ihn im "Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938" erinnert (online).

Seit 2022 findet sich sein Name auch auf dem "Wenn Namen leuchten | Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden der Universität Wien", im ersten Stock des Hauptgebäudes der Universität.

 

Archiv der Universität Wien/Nationale PHIL 1937-1938; https://www.doew.at/personensuche (dort irrtümlich als 'Armin' Kronfeld); https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=1858760&… (dort zitierte Quelle: Gedenkblatt von Rene Edelshtein von 1989)

Autor*innen

Herbert Posch

Zuletzt aktualisiert

23.10.2026

Versionierter Zitationslink

https://geschichte-v2026.visuelles.xyz/de/node/45936/revisions/46413/view

Literatur und gedruckte Quellen

Herbert Posch, Martina Fuchs, Wenn Namen leuchten. Von der Universität Wien 1938 bis 1945 vertriebene Geschichte-Studierende und -Lehrende: ein Denkmal. Austria:Forschung und Wissenschaft:Geschichte (Wien, Münster 2022).
Herbert Posch, Doris Ingrisch, Gert Dressel, „Anschluß“ und Ausschluss 1938. Vertriebene und verbliebene Studierende der Universität Wien. Emigration-Exil-Kontinuität. Schriften zur zeitgeschichtlichen Kultur- und Wissenschaftsforschung (Münster Wien Berlin 2008).

Source URL: https://geschichte-v2026.visuelles.xyz/personen/erwin-kronfeld