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650 plus – Geschichte der Universität Wien

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Blum, Dora

27.12.1910–1944

geb. Wien, Österreich
gest. KZ Auschwitz | Oswiecim, Polen

Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden („Wenn Namen leuchten“, Iris Andr…

Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden („Wenn Namen leuchten“, Iris Andr…
Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden („Wenn Namen leuchten“, Iris Andraschek, 2022)

Geschichte

Dora BLUM, geb. am 27. Dezember 1910 in Cieszanów, Galizien/Österreich-Ungarn [Cieszanów/Polen] (heimatberechtigt in Mielec/Polen, Staatsbürgerschaft: Polen), Tochter von Moses Blum (Rabbiner in Nowy Sącz/Polen), wohnte in Wien 9, Türkenstraße 9/36. Sie hatte am Realgymnasium Wien 21, Franklinstraße, ihre Reifeprüfung (Matura) bestanden und begann im Sommersemester 1937 an der Universität Wien zu studieren und war zuletzt im Wintersemester 1937/38 an der Philosophischen Fakultät im 2. Studiensemester inskribiert und belegte Vorlesungen in Geschichte, Germanistik und Anglistik.

Sie wurde im Nationalsozialismus nach dem "Anschluss" aus rassistischen Gründen gezwungen, das Studium abzubrechen und die Universität Wien zu verlassen (Abgangszeugnis vom 16. Juni 1939).

Sie wurde am 9./10. Oktober 1942 von Wien 9, Seegasse 9 nach Theresienstadt [Terezín/Tschechische Republik] deportiert und nach zwei Jahren von dort am 23. Oktober 1944 weiter in das deutsche Konzentrationslager Auschwitz [Oswiecim/Polen].

Sie überlebte nicht - ihr genaues Todesdatum ist bislang nicht bekannt.

Ehrungen

Seit 2009 wird an sie im "Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938" erinnert (online).

Seit 2022 findet sich ihr Name auch auf dem "Wenn Namen leuchten | Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden der Universität Wien", im ersten Stock des Hauptgebäudes der Universität.

Archiv der Universität Wien/Nationale PHIL 1937-1938

Autor*innen

Herbert Posch

Zuletzt aktualisiert

24.09.2026

Versionierter Zitationslink

https://geschichte-v2026.visuelles.xyz/de/node/45795/revisions/46544/view

Literatur und gedruckte Quellen

Herbert Posch, Martina Fuchs, Wenn Namen leuchten. Von der Universität Wien 1938 bis 1945 vertriebene Geschichte-Studierende und -Lehrende: ein Denkmal. Austria:Forschung und Wissenschaft:Geschichte (Wien, Münster 2022).
Herbert Posch, Doris Ingrisch, Gert Dressel, „Anschluß“ und Ausschluss 1938. Vertriebene und verbliebene Studierende der Universität Wien. Emigration-Exil-Kontinuität. Schriften zur zeitgeschichtlichen Kultur- und Wissenschaftsforschung (Münster Wien Berlin 2008).
Institut Theresienstädter Initiative, DÖW|Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Theresienstädter Gedenkbuch. Österreichische Jüdinnen und Juden in Theresienstadt 1942–1945 (Prag 2005).
DÖW|Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Die österreichischen Opfer des Holocaust [CD-ROM] (Wien 2001).

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