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Katzius, Johannes

Mag. art., Dr. med.

16. Jahrhundert

geb. Nimwegen | Nijmegen, Niederlande

(Joannes Katzius, Kazius, Katzy)

gest. nach 1589

Funktion Zeitraum Fakultät
Dekan*in 1569 Philosophische Fakultät
Rheinische Nation 1573
Sächsische Nation 1573/74
Dekan*in 1578 Philosophische Fakultät
Rheinische Nation 1579

Johannes Katzius aus Nimwegen wurde im Sommersemester 1562 in die Hauptmatrikel der Universität Wien eingeschrieben. 1563 wird er bereits als Magister genannt. In den Sommersemestern 1569 und 1578 war er Dekan der Philosophischen Fakultät.

In den Sommersemestern 1563 und 1565 I, im Wintersemester 1568/69 und in den Sommersemestern 1573 und 1579 wurde Katzius zum Prokurator der Rheinischen Nation gewählt; im Wintersemester 1573/74 war er Prokurator der Sächsischen Nation.

Daneben studierte er Medizin. 1564 hielt er die Rede zum Fest der Fakultätsheiligen Cosmas und Damian. 1578 wurde er zum Doktor der Medizin promoviert und im selben Jahr in die Fakultät aufgenommen. In der Medizinischen Fakultät war er nicht sehr aktiv, lediglich 1588 wurde er von der Fakultät mit der Visitation der Apotheken in Wiener Neustadt beauftragt.

Neben seiner Tätigkeit an der Universität war Johannes Katzius ab 1563 Lehrer an der Bürgerschule bei St. Stephan sowie von 1568 bis 1580 deren Rektor. 1568 und 1571 wurden unter seiner Leitung an der Schule Theateraufführungen gespielt, eine Tragödie nach Vergil sowie ein Stück über die Auferstehung Christi.

Von Johannes Katzius sind v.a. Gelegenheitsgedichte erhalten, beispielsweise ein Huldigungsgedicht an Maximilian II. anlässlich seiner Krönung zum König von Ungarn 1563 oder verschiedene Grabreden. Diese Reden, beispielsweise jene für Matthias Sittard oder für Ambrosius Salzer, lassen vermuten, dass Katzius dem römisch-katholischen Glauben nahestand.

1589 wurde Johannes Katzius in den Adelsstand erhoben. Sein genaues Todesdatum ist nicht bekannt.

Autor*innen

Ulrike Denk

Zuletzt aktualisiert

16.10.2026

Versionierter Zitationslink

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Literatur und gedruckte Quellen

Franz Gall, Die Matrikel der Universität Wien, Band 3: 1518/I–1579/I: Im Auftrag des Akademischen Senats herausgegeben vom Archiv der Universität Wien. Publikationen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, VI. Reihe: Quellen zur Geschichte der Universität Wien, 1. Abteilung. Bd. 3 (Wien, Köln, Graz 1971).
Albert Hübl, Die Schulen. In: Geschichte der Stadt Wien, V :331-459.
Leopold Senfelder, Acta facultatis medicae Universitatis Vindobonensis IV: 1558–1604 (Wien 1908).
Anton Mayer, Wiens Buchdrucker-Geschichte 1482–1882. Erster Band: 1482–1682. (Wien 1883).
Joannes Joseph Locher, Speculum academicum Viennensis seu Magistratus antiquissimae et celeberrimae Universitatis Viennensis, a primo ejusdem auspicio ad nostra tempora chronologice, historice, et lemmatice (Wien 1773), online unter http://phaidra.univie.ac.at/o:296305.

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