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Radon, Johannes

o. Univ.-Prof. Dr. phil.

16.12.1887–25.05.1956

geb. Tetschen, Böhmen | Děčín, Tschechien
gest. Wien, Österreich

Johannes Radon (1887–1956), Mathematik, Grafik von Hedwig Szymanska, 1955

„Johann Radon erforschte abstrakte Probleme der sogenannten reinen Mathematik und konnte nicht ahnen, dass heute die Radon-Transformation Grundlage der Computertomographie ist. Ihre zahlreichen Anwendungen bestätigen die Regel: Nichts ist praktischer als eine gute Theorie.“
Karl Sigmund, Professor für Mathematik an der Universität Wien

Ehrung Titel Fakultät Datierung
Denkmal Ehrentafel Mathematik Formal- und Naturwissenschaftliche Fakultät 1984
Denkmal Arkadenhof Formal- und Naturwissenschaftliche Fakultät 1987

Büste von Ferdinand Welz, beantragt und finanziert durch die Österreichische mathematische Gesellschaft, enthüllt 1987.

siehe auch u:monuments: Denkmal Johann Radon

Funktion Zeitraum Fakultät
Dekan*in 1951/52 Philosophische Fakultät
Rektor 1954/55 Philosophische Fakultät
Johannes Radon (1887–1956), Mathematik, Grafik von Hedwig Szymanska, 1955
Johannes Radon (1887–1956), Mathematik, Grafik von Hedwig Szymanska, 1955
Johannes Radon (1887–1956), Mathematik, Rektor 1954/55
Johannes Radon (1887–1956), Mathematik, Rektor 1954/55
Enthüllung des Denkmales für Sigmund Freud im Arkadenhof der Universität Wien durch Rektor Johann Radon, 1955
Enthüllung des Denkmales für Sigmund Freud im Arkadenhof der Universität Wien durch Rektor Johann Radon, 1955
Denkmal für Johannes Radon (1887–1956) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von Ferdinand Weiz, enthüllt 1987
Denkmal für Johannes Radon (1887–1956) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von Ferdinand Weiz, enthüllt 1987
Ehrentafel Mathematisches Institut
Ehrentafel Mathematisches Institut

Mathematik

Johannes Radon, Mathematiker, dissertierte 1910 an der Universität Wien: "Über das Minimum des Integrals ∫S1S0F(x,y,theta,kappa)ds" (Betreuer: Gustav Escherich), lehrte 1912-1919 an der Technischen Hoichschule Wien, dann als Univ.-Prof. in Deutschland, 1945-1947 Universität Innsbruck, Professor an der Universität Wien 1947-1956, wo er über Mengenfunktionen, Variationsrechnung und Differenzialgeometrie arbeitete und publizierte. Mit seiner "R.Transformation" lieferte er die mathematische Grundlagen für die Computertomographie. Johannes Radon war einer der bedeutendsten österreichischen Mathematiker der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts, 1951/52 Dekan der Philosophischen Fakultät, 1954/55 Rektor der Universität Wien und wirkliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften.

1987 wurde sein Denkmal im Arkadenhof der Universität Wien enthüllt (Bildhauer: Ferdinand Welz)

2003 wurde das Johann Radon Institute for Computational and Applied Mathematics (RICAM) der Akademie der Wissenschaft in Linz und Wien gegründet.

Autor*innen

Herbert Posch

Zuletzt aktualisiert

24.09.2026

Versionierter Zitationslink

https://geschichte-v2026.visuelles.xyz/de/node/25308/revisions/33690/view

Literatur und gedruckte Quellen

Katharina Hötzenecker, Christoph Limbeck-Lilienau, Dieter Schweizer, Bea Laufersweiler, Innovation durch Grundlagenforschung. Der Beitrag wissenschaftlicher Theorien und Entdeckungen zum gesamtgesellschaftlichen Fortschritt. Begleitheft zur Ausstellung an der Universität Wien (Wien 2016), online unter http://phaidra.univie.ac.at/o:560305.

Source URL: https://geschichte-v2026.visuelles.xyz/personen/johannes-radon