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Becke, Friedrich Johann

Univ.-Prof. Dr.

31.12.1855–18.06.1931

geb. Prag | Praha, Tschechien
gest. Wien, Österreich

Friedrich Johann Becke (1855–1931), Petrographie, Mineralogie
Ehrung Titel Fakultät Datierung
Denkmal Arkadenhof Philosophische Fakultät 1956

Bronzerelief von André Roder, beantragt und finanziert von der Österreichischen Mineralogischen Gesellschaft, enthüllt 1956.

siehe auch u:monuments: Denkmal Friedrich Becke

Raumbenennung Friedrich-Becke-Seminarraum (UZA II) Formal- und Naturwissenschaftliche Fakultät nach 1995

Funktion Zeitraum Fakultät
Dekan*in 1907/08 Philosophische Fakultät
Senator 1913/14 Philosophische Fakultät
Senator 1914/15 Philosophische Fakultät
Senator 1915/16 Philosophische Fakultät
Rektor 1918/19 Philosophische Fakultät
Friedrich Johann Becke (1855–1931), Petrographie, Mineralogie
Friedrich Johann Becke (1855–1931), Petrographie, Mineralogie
Friedrich Johann Becke (1855–1931), Rektor 1918/19
Friedrich Johann Becke (1855–1931), Rektor 1918/19
Denkmal für Friedrich August Becke (1855–1931) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von André Roder, enthüllt 1956
Denkmal für Friedrich August Becke (1855–1931) im Arkadenhof der Universität Wien, gestaltet von André Roder, enthüllt 1956

Friedrich Johann Becke (1855-1931), Mineraloge und Petrograph. Er studierte ab 1874 bei Gustav Tschermak (Promotion zum Dr.phil. 1880) und ab 1878 Assistent von Tschermark. Er habilitierte 1880 zum Privatdozenten für Mineralogie und Petrographie an der Universität Wien, wurde 1882 an der Universität Czernowitz außerordentlicher, dann ordentlicher Professor 1890 an der Universität Prag und 1898 schließlich an der Universität Wien, Begründer der mod. Gesteinslehre in Wien, Erfinder einer Bestimmungsmethode für Mineralien aufgrund ihrer optischen Eigenschaften ("Beckesche Lichtlinienmethode"), Namengeber für die "Beckesche Linie", Rektor 1918/19, korrespondierendes (1892) bzw. wirkliches Mitglied (1898) der Akademie der Wissenschaften, 1911-29 Generalsekretär. Er wirkte auch als Volksbildner ("Volkstümliche Universitätskurse") und war Obmann bzw. Ehrenpräsident des "Wiener Volksheims". Er wies der Petrographie neue Bahnen und leistete einen Beitrag zum Ausbau der Mineraloptik. Seine wiss. Arbeiten befaßten sich v. a. mit der Erforschung der Feldspatgruppen, der kristallinen Schiefer und der Kristalle. Er gilt als Erfinder einer Bestimmungsmethode für Mineralien aufgrund ihrer optischen Eigenschaften.

1926 wurde er zum Bürger der Stadt Wien ernannt. Ein Denkmal im Arkadenhof von André Roder wurde 1956 eröffnet. Der 1926 eröffnete Gemeindebau in Wien 16., Thalheimergasse 32-38/Brüßlgasse 34-38 wurde ihm zu Ehren benannt in Dr.-Friedrich-Becke-Hof.

Raumbenennung von Seminarraum RaumNr. 2C315 im UZA II, 9., Althanstraße (OG03) in "Seminarraum Friedrich Becke", zugeordnet 545 Erdwissenschaften

Autor*innen

Herbert Posch

Zuletzt aktualisiert

24.09.2026

Versionierter Zitationslink

https://geschichte-v2026.visuelles.xyz/de/node/24952/revisions/33531/view

Literatur und gedruckte Quellen

Thomas Maisel, Gelehrte in Stein und Bronze. Die Denkmäler im Arkadenhof der Universität Wien (Wien 2007).
Felix Czeike, Historisches Lexikon Wien in 5 Bänden (Wien 2004).

Source URL: https://geschichte-v2026.visuelles.xyz/personen/friedrich-johann-becke